Akupunktur
Akupunktur stammt aus der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und ist eine der
ältesten Therapieformen. Sie wird seit etwa 2000 Jahren nach den selben
Erkenntnissen und Grundregeln praktiziert. Ziel der Akupunkturtherapie ist es,
durch Reizung der Akupunkturpunkte die Lebensenergie (Qi) im Körper (Meridiane)
fließen zu lassen und somit einen Ausgleich von
"Yin und Yang" herzustellen.
Nach chinesischer Vorstellung führt eine Störung dieses Flusses von
Lebensenergie zu Krankheiten. Bei einem gesunden Menschen fließt Qi in Harmonie
und die Funktionen von Körper und Organen verlaufen ungestört. Der
Gleichgewichtszustand zwischen den gegensätzlichen Kräften Yin und Yang dagegen
definiert die chinesische Medizin als Gesundheit. Ein Akupunktur - Therapeut
erkennt dieses Ungleichgewicht und unterstützt bei der Wiederherstellung des
Gleichgewichtes von Yin und Yang.
Erst zu Beginn der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts etablierte sich die bis
dahin nur im östlichen Raum angewandte Heilmethode auch im westlichen Raum. In
den Medien finden sich viele unterschiedliche Informationen zur Wirkungsweise
der Akupunktur. Hier verweise ich auf die 2003 abgeschlossene Studie der
Weltgesundheitsorganisation (WHO). Experten untersuchten im Auftrag der WHO die
Wirksamkeit der Akupunktur und kamen zu dem Ergebnis, das bei 39 verschiedenen
Krankheiten/Gesundheitsstörungen die Daten ausreichen, um eine entsprechende
Wirksamkeit zu belegen.
Indikationen für Akupunktur
Die WHO hat eine Liste von Erkrankungen veröffentlicht,
die erfolgreich mit der Akupunktur behandelt
werden können.
Z. .B.:
Meridianbahnen im Körper
Erkältungen allgemein
Asthma
bronchiale
Kopfschmerzen, Migräne
Trigeminusneuralgie
Arthritis
Tennisellenbogen
Bindehautentzündung
Colitis ulcerosa
Verstopfung, Durchfall
Bettnässen
Rheuma
Herpes
simplex
Heuschnupfen
Hausstauballergie
Tierhaarallergie
u.v.m.
In meiner praktischen Tätigkeit wende ich die Akupunktur zusätzlich in Kombination mit der Schulmedizin erfolgreich bei vielen weiteren Krankheitsbildern an, die nicht in der WHO - Liste aufgeführt sind.
Was passiert bei der Akupunkturbehandlung?
Vor der ersten Akupunkturbehandlung erstelle ich mit
dem Patienten eine ausführliche Anamnese. Für den westlichen Menschen
unbedeutende Kleinigkeiten wie Schlaf- oder Essgewohnheiten sind in der
traditionellen chinesischen Medizin von großer Bedeutung. Ziel dieses
umfangreichen Gespräches ist ein möglichst vollständiges Bild vom Patienten,
seiner Erkrankung und dem bisherigen Krankheitsverlauf zu erlangen. Diagnostisch
setze ich weitere traditionelle Untersuchungsmethoden ein, um mit diesem Wissen
zum Therapiekonzept zu gelangen.
Eine Akupunkturbehandlung dauert etwa 20 - 30 Minuten. Gewöhnlich liegen die
Patienten während der Behandlung. Entsprechend der Diagnose werden Nadeln in
ausgewählte Akupunkturpunkte auf den Meridianen des Körpers eingestochen, um das
festgestellte Ungleichgewicht (in der westlichen Medizin = Krankheit) zu
korrigieren. Der Patient spürt im Normalfall nur ein leichtes "picksen". Die
Häufigkeit der Behandlungen richtet sich nach dem Krankheitsbild. Üblicherweise
erfolgen insgesamt zehn Behandlungen, zwei Behandlungen / Woche .
Diese sanfte Behandlungsmethode ist nahezu frei von Nebenwirkungen. Wie auch bei
der Homöopathie können sich die Symptome jedoch zu Beginn der Behandlung
verstärken, man spricht hier von der Erstreaktion. Zur Vermeidung von
Infektionen verwende ich sterile Einmalnadeln.
In meiner Praxis wende ich folgende Akupunktur-Praktiken an:
Ohrakupunktur
Die klassische Akupunktur Chinas beschreibt das Ohr als Ausgangspunkt und Ort therapeutischer Bestrebungen. Die Oberfläche des Ohres bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind. Aus diesem Grund können über die Akupunkturpunkte auf dem Ohr einzelne Organe oder Körperregionen angesprochen werden. Die Ohrakupunktur zeigt in der Regel eine schnellere Wirkung als die Körperakupunktur.
Moxa
Moxa ist eine Sonderform der Akupunktur und leitet sich von dem Japanischen Wort Mogusa ab, was brennendes Kraut bedeutet. Bei der Moxibustion werden die Akupunkturpunkte durch Hitze stimuliert. Diese Anwendung hat eine schmerzstillende und lokal stoffwechselregulierende Wirkung. Die Moxibustion wird bei Beschwerden, die mit Kälte *einer Yang-Schwäche* einhergehen, wie häufiges Frieren und kalte Füße angewandt.
Körperakupunktur
Mittels Nadeln werden die auf dem Körper liegenden Akupunkturpunkte behandelt. Über diese Nadelstimulation werden energetische Blockaden gelöst und Störungen der Energieverteilung ausgeglichen.
Behandlungsgebühren
Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Akupunktur bei Schmerzen im
Bereich der
Lendenwirbelsäule und der Kniegelenke.
Privat versicherte Patienten können sich bezüglich der Kostenübernahme bei ihrer
Krankenkasse informieren.
Datum der letzten Änderung: 30.11.2011 | diese Seite drucken
