Orthomolekulare Medizin

Apfel


Ein bekanntes Zitat des Philosophen Ludwig Feuerbach besagt :

                    "Der Mensch ist, was er isst.“


Er beschreibt in einem Satz, was die Nahrungsaufnahme für den Menschen bedeutet. Essen ist lebensnotwendig und beeinflusst zudem unser Sein.



Eine besondere Rolle bei der Gesunderhaltung unseres Organismus spielt die ausreichende Versorgung mit Mikronährstoffen. Die Orthomolekulare ( "orthos" = richtig und "molekular" = die Moleküle betreffend ) Medizin setzt Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ein, um die Gesundheit zu erhalten. Diese Nährstoffe werden zum Teil mit der Nahrung aufgenommen, oder zum Teil auch vom Körper selbst hergestellt.


Vitamine

Vitamine entfalten schon in geringster Konzentration ihre Wirkung im Körper. Sie sind für den Stoffwechsel außerordentlich wichtig, beeinflussen das Immunsystem und sind gut für die Nerven. Da Vitamine mit Ausnahme von Vitamin D nicht selbst vom Körper hergestellt werden, müssen sie mit der Nahrung zugeführt werden. Unser Körper kann auch nur wenige Vitamine für kurze Zeit speichern. Die wichtigsten Lieferanten sind Obst und Gemüse.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind lebenswichtige anorganische Stoffe, die der Organismus nicht selbst produziert. Entsprechend der Konzentration im Körper werden sie in Mengen- und Spurenelemente unterteilt. Mineralstoffe haben z.B. Einfluss auf die Blutgerinnung, sind Bestandteil der Knochen und Zähne, wichtig für die Übertragung von Nervenreizen und Beeinflussen das Immunsystem und die Wundheilung.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe kommen nur in geringen Mengen in den Lebensmitteln (Obst und Gemüse) vor, haben vielfältige Aufgaben und besitzen gesundheitsfördernde Eigenschaften. Sie wirken beispielsweise entzündungshemmend, senken den Cholesterinspiegel und beeinflussen die Blutgerinnung (thrombosehemmend).

Fettsäuren

Fettsäuren sind Bestandteile von Fetten und Ölen, die zu den Grundnahrungsmitteln gehören und aus denen der Körper Energie gewinnt. Unterschieden werden gesättigte und ungesättigte Fettsäuren.  Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Lebensmittel (z.B. Fleisch, Wurst) vor und besitzen eine Cholesterinspiegel erhöhende Wirkung.

Besonders wichtig sind die zweifach und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Einfach ungesättigte Fettsäuren  kann der Körper selbst bilden, sie kommen z.B. auch in Olivenöl, Rapsöl und Nüssen vor.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren werden vom Körper nicht selbst produziert und müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Hier unterscheiden wir die Omega-3-Fettsäuren und die Omega-6-Fettsäuren. Diese werden auch als essentielle Fettsäuren bezeichnet. Sie senken beispielsweise den Cholesterinspiegel, haben eine vorbeugende Wirkung auf Herz-Kreislauferkrankungen und spielen eine Rolle in vielen Stoffwechselprozessen. 




Eine Erkrankung durch Mangel an Nährstoffen ist in unserer Kultur  eher selten. Leichte, unmerkliche Mangelzustände zeigen sich jedoch  in Symptomen wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsproblemen, eingerissenen Mundwinkeln oder Leistungsabfall. Dieser latente Mangelzustand entwickelt sich schleichend und wird deshalb oft nicht wahr und ernst genommen.


Mögliche Gründe für einen Nährstoffmangel:
Vitamine, Fotograf Fox17-Fotolia.com

Der präventive (vorbeugende) Effekt einer abwechslungsreichen und ausgewogenen Ernährung steht in der orthomolekularen Medizin im Vordergrund.

Nährstoffdefizite lassen sich mit speziellen Labortests nachweisen.

In meiner Praxis führe ich entsprechende Ernährungsberatungen durch.







Datum der letzten Änderung: 21.12.2010 | diese Seite drucken drucken

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